Kanadas Curling-Mannschaft hat sich in der Intercable ARENA auf die Paralympics vorbereitet, die vom 4. bis zum 14. März in Cortina d’Ampezzo stattfinden. Betreut wurden die Kanadierinnen und Kanadier abermals vom ASC Curling Südtirol. „Der Kompetenztransfer bereichert unseren Verein immens“, sagt deren Präsident Hubert Trenker.
Viele Sportlerinnen und Sportler haben schwere Schicksalsschläge erlebt – etwa Unfälle, Krankheiten oder angeborene Behinderungen. Doch anstatt aufzugeben, kämpfen sie sich zurück ins Leben und in den Sport. Die Paralympics stehen deshalb nicht nur für sportliche Höchstleistungen, sondern vor allem auch für Mut, Durchhaltevermögen und Lebenswillen.
Der kanadische Skip Mark Ideson hat bereits an den Winter-Paralympics 2014 in Sotschi teilgenommen und die Goldmedaille gewonnen. Im Jahr 2007 stürzte der Hubschrauber, den er steuerte, in der Nähe von Cambridge, Ontario, ab. Seitdem ist er querschnittsgelähmt. Alle in Bruneck anwesenden Spielerinnen und Spieler haben bereits Medaillen bei Olympia oder Weltmeisterschaften gewonnen. Das Team Canada bestehend aus Mark Ideson, Jon Turston, Ina Forrest, Collinda Joseph und Gilbert Dush und zählt in Cortina zum Favoritenkreis. Bei den Paralympics werden zwei Disziplinen ausgetragen, Mixed Doubles und Mixed Team. Wheel Chair Curling erfordert ein spezielles Eis, da kein Wischeinsatz erfolgt. Im Südtirol Curling Center wurde dieses von Ken McArdel aus Kanada aufbereitet.
In Bruneck hat die vierzehnköpfige Delegation auch ein Eishockeyspiel des HC Falkensteiner Pustertal und den Kronplatz besucht, um dort das einmalige Panorama zu genießen, eine logistische Herausforderung, die von der Liftgesellschaft unterstützt wurde.
Nachdem die kanadische Mannschaft von Bruneck nach Cortina umgezogen ist, steht das nächste Event im Südtirol Curling Center an, nämlich die kroatischen Curling Meisterschaften.